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Kiwi richtig pflanzen, pflegen und schneiden

Kiwis enthalten sehr viel Vitamin C und sind reich an Kalzium, Eisen, Kalium, weiteren Mineralstoffen sowie Vitamin B1 und E. Die Früchte sind zudem ballaststoffreich und kalorienarm. Kiwis sind also die Gesundheitsförderer schlechthin. Doch viele Hobbygärtner trauen sich immer noch nicht so recht an diese Pflanzen heran. Hält man sich jedoch an ein paar Pflanz- und Pflegetipps, so wachsen und gedeihen die Kiwis auch in unseren Breiten ausgezeichnet.

Rückschnitt der Kiwi-Pflanze: Anleitung

Bereits nach dem Pflanzen sollten Sie die Kiwi schneiden: Lassen Sie nur einen Haupttrieb stehen, den Sie etwas zurückschneiden. Auf diese Weise regen Sie ein verzweigtes Wachstum an.

Sie können die Verzweigungen zusätzlich fördern, wenn Sie im Laufe des Jahres die stärksten Seitentriebe auf beiden Seiten an waagerechten Spanndrähten befestigen. Halten Sie dabei einen Abstand von etwa 80 Zentimetern ein. Wenn die Triebe das Ende der Rankhilfe erreicht haben, ist es Zeit sie zurückzuschneiden.

Lichten Sie die Triebe im Sommer aus Im zweiten Entwicklungsjahr bilden die waagerechten Haupttriebe eigene Seitentriebe. Diese sollten Sie ab Juni mehrmals auf vier bis sechs Blätter reduzieren. Da das zweijährige Holz den Fruchtansatz trägt, sollten Sie vorrangig einjähriges Holz schneiden. Warten Sie vor dem Rückschnitt die Blüte ab, um keine Fruchtansätze zu entfernen.

Kiwi schneiden: Tipps ab dem dritten Jahr An diesen eingekürzten Seitentrieben bilden sich im dritten Entwicklungsjahr die eigentlichen Fruchttriebe. Laut dem Magazin „Mein schöner Garten“ sollten Sie die Triebe so weit stutzen, dass hinter der jeweils letzten Blütenknospe nur drei bis vier Blätter vorhanden bleiben.

Auch schwache Neutriebe und Triebe ohne Früchte sollten entfernt werden. Achten Sie darauf, dass nicht mehr als sechs bis acht Früchte an einem Trieb wachsen, damit die Früchte gut reifen können.

Kiwi-Schnitt im Frühjahr Da die abgeerntete Fruchttriebe im nächsten Jahr keine neuen Blüten mehr ausbilden, können Sie im frühen Frühjahr die gesamte Astpartie mit dem abgetragenen Fruchtholz entfernen. Lassen Sie dabei einen kräftigen und langen Jungtrieb stehen, der noch keine Früchte gebildet hat.

Weiterhin sollten alle Seitentriebe, die oberhalb der Spanndrähte wachsen, regelmäßig im Frühjahr einen Rückschnitt erhalten. So verhindern Sie, dass die langen Ranken die Fruchttriebe beschatten. Achtung: Die Haupttriebe müssen als Basis erhalten bleiben.

Nach dem Schnitt kann es passieren, dass beschnittene Äste zu bluten beginnen – vor allem, wenn die Pflanze zu spät geschnitten wurde. Hier müssen Sie geduldig sein, das ausbluten kann mehrere Wochen dauern, sollte der Schlingpflanze aber nicht weiter schaden. Achten Sie auf eine ausreichende Wasser- und Düngerzufuhr.

Männchen und Weibchen Da Kiwi-Pflanzen, die aus Samen gezogen wurden, erst nach sechs bis zehn Jahren blühen, empfiehlt es sich, Jungpflanzen im Fachhandel zu kaufen. Diese wurden meist durch Stecklinge vermehrt und blühen so schon nach zwei bis vier Jahren. Die meisten Kiwi-Sorten sind zweihäusig. Das heißt, jede Pflanze trägt entweder nur weibliche oder nur männliche Blüten.

Zur Befruchtung sind deshalb mindestens eine männliche und eine weibliche Kiwi-Pflanze nötig. Eine männliche Pflanze kann bei nicht zu weitem Pflanzabstand (möglichst nicht über vier Meter) bis zu sieben weibliche Pflanzen befruchten. Es gibt mittlerweile auch ein paar einhäusige Kiwi-Sorten, die männliche und weibliche Blüten auf einer Pflanze tragen. Sie kommen theoretisch ohne Befruchtersorte aus. Die Praxis zeigt aber, dass auch bei diesen Sorten der Fruchtansatz wesentlich höher ist, wenn man zwei Pflanzen nebeneinander setzt.

Kiwi Blüte MSG/Martin Staffler Es gibt mittlerweile auch ein paar einhäusige Kiwi-Sorten, die männliche und weibliche Blüten auf einer Pflanze tragen.

Boden und Standort Die ideale Pflanzzeit ist der Frühsommer. Ein nährstoffreicher, humoser Boden mit einem pH-Wert im leicht sauren Bereich eignet sich am besten. Kalkreiche Böden verträgt die Kiwi nur schlecht. Wenn nötig kann dem Boden auch etwas Rhododendronerde untergemischt werden. Ein guter Standort für Kiwipflanzen sind windgeschützte, warme Lagen vor einer nach Süden oder Südwesten exponierten Hauswand.

Die meisten Kiwi-Sorten sind zwar winterhart, bei jungen, frisch gepflanzten Setzlingen ist im ersten Winter jedoch immer ein Frostschutz ratsam. Ideal sind eine wärmende Bodenabdeckung aus Rindenmulch sowie Tannenreisig als Wind- und Sonnenschutz für die Triebe. Junge Pflanzen benötigen im ersten Jahr keinen Dünger. Im zweiten Jahr ist dann eine sparsame Düngung mit Mineraldünger (Rhododendrondünger) oder Kompost zu empfehlen.

Regelmäßig wässern Kiwidach MSG/Martin Staffler Kiwipflanzen vertragen einen regelmäßigen Rückschnitt Kiwi-Pflanzen benötigen wegen ihrer großen Blätter und für eine gute Fruchtentwicklung viel Wasser. Gerade in Trockenzeiten muss man die Pflanzen regelmäßig gießen, da sie sonst ihr Fruchtwachstum einstellen und die Früchte nur wenig Aroma entwickeln. Ernten kann man die süßlich-sauren Früchte, bei denen es sich aus botanischer Sicht um Beeren handelt, ab Ende September bis in den Oktober hinein. Da sie in kühleren Lagen an der Pflanze oft nicht vollständig ausreifen, kann man die Früchte einfach im Haus auf der Fensterbank nachreifen lassen. Erntereife Kiwis halten sich leider nicht allzu lange. Bewahren Sie sie am besten an einem kühlen, trockenen Ort auf. Der richtige Schnitt Mit der richtigen Erziehung und regelmäßigem Schnitt können Sie den Ertrag und die Fruchtqualität der Kiwi-Pflanzen steigern. Lassen Sie gleich nach dem Pflanzen nur einen Haupttrieb stehen und schneiden Sie diesen zurück, um die Verzweigung zu fördern. Im Laufe des Jahres befestigen Sie die kräftigsten Seitentriebe auf beiden Seiten an waagerechten Spanndrähten mit etwa 80 Zentimetern Abstand. Sie werden erst dann gestutzt, wenn sie das Ende der Rankhilfe erreicht haben. Diese waagerechten Haupttriebe bilden im zweiten Jahr eigene Seitentriebe, die Sie im Laufe des Sommers mehrmals auf etwa vier bis sechs Blätter einkürzen sollten.

Im dritten Jahr entstehen an diesen Trieben wiederum die eigentlichen Fruchttriebe. Sie bilden noch im selben Jahr in den Achseln der ersten vier bis fünf Blätter Blütenknospen. Diese Triebe müssen Sie im Sommer so weit stutzen, dass hinter der letzten Blütenknospe noch etwa drei bis vier Blätter stehen bleiben.Einmal abgeerntete Fruchttriebe bilden im nächsten Jahr keine neuen Blüten mehr. Entfernen Sie daher im Frühjahr die gesamte Astpartie mit dem abgetragenen Fruchtholz und lassen Sie nur einen möglichst langen, kräftigen Jungtrieb stehen, der noch keine Früchte gebildet hat. Alle Triebe, die sich oberhalb der Spanndrähte bilden, werden ebenfalls regelmäßig im Frühjahr entfernt, damit die langen Ranken die Fruchttriebe nicht beschatten. Außerdem sollten Sie sehr dichte Zweigpartien an den waagerechten Haupttrieben so weit auslichten, dass die künftigen Fruchttriebe ausreichend Sonne bekommen.

haus/garten/schnitt/kiwi.txt · Zuletzt geändert: 2018/03/27 15:31 von walterk