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Birnentriebwespe

Symptomatik und Biologie:

Wirtschaftlich besitzt die Birnentriebwespe (Janus compressus) sicherlich keine große Bedeutung, aufgrund des Schadbildes - die Triebspitze krümmt sich unter Schwarzfärbung krückstockartig um - besteht jedoch eine deutliche Verwechslungsgefahr gegenüber dem Feuerbrand (Erwinia amylovora), der als Bakteriose bekanntermaßen deutlich kritischer einzustufen ist. Die Birnentriebwespe (ca. 7 mm, schwarz mit rotem Hinterleib) sticht etwa im Mai in einem spiralförmigen Verlauf den Trieb an und legt in den darüber liegenden Trieb in das Mark ein einzelnes Ei ab. Bedingt durch die unterbleibende Wasserversorgung kommt es rasch zu den bereits erwähnten feuerbrandartigen Symptomen. Die dunklen Einstichstellen sind jedoch weiterhin deutlich zu erkennen und von außen ein sicheres Diagnosemerkmal. Die schlüpfende Larve (Juni) frisst sich dann triebabwärts durch das Mark, auch über die spiralförmigen Einstichstellen hinaus (Larve: hell gefärbt, zurückgebildete Beine, etwa 7 mm lang, dunkler Kopf). Durch eine Längsspaltung des Triebes ist die Larve und damit die Ursache der Symptome rasch zu entdecken. Innerhalb dieses Ganges überwintert dann auch die Afterraupe (in einem Gespinst). Die Verpuppung erfolgt im April, der Schlupf etwa im Mai durch einen von der Larve bereits zuvor vorbereiteten seitlichen Ausgang. Als Wirtspflanzen der Birnentriebwespe gilt nicht nur die Birne sondern auch der Apfel sowie der Weißdorn und Eberesche. Vorbeugung und integrierte Bekämpfungsmaßnahmen: Befallene Triebe sollten zusammen mit der Larve durch einen frühzeitigen Schnitt entfernt werden. Stängel aufschneiden um eine Verwechslung mit Feuerbrand auszuschließen.

haus/garten/schaedlinge/birne.txt · Zuletzt geändert: 2019/04/29 17:53 von walterk